S-Wurf – Reise zum Deckrüden

Zur IHA Salzburg, am 17. Juni 2007, war Mira schon den 6. Tag läufig, aber trotz meiner Befürchtungen lief alles ohne Aufregungen ab, und Mira siegte in der Offenen Klasse und erreichte in der Gesamtwertung der Hündinnen den 2. Platz (Res. CACIB), nur geschlagen von ihrer Mutter Indira von der Hausbergkante, die sogar BOB machte: So blieb der Sieg in der Familie. Auch Roy und Rufus waren da und haben in der Jugendklasse gute Figur gemacht.

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Die 2. Wiederholung der Decktagbestimmung am Freitag, 22. Juni 2007 zeigte, dass der Progesteronwertwert deutlich angestiegen war und Anfang der darauffolgenden Woche die besten Decktage sein würden. So konnten wir noch am Samstag die sehr interessante Züchter-Informationstagung an der Vet. Med. Wien besuchen (leider als einzige Hovawartzüchter).
Am Montag, den 27. Juni 2007 fuhren wir in der Früh von Wien ab und kamen nach einer schönen, ungestörten Fahrt gegen 13.30 Uhr in Frankenthal, in der Pfalz an, wo wir von Heike Erbacher und Aldo herzlich empfangen wurden. Aldo ist ein wunderschöner, großer, derber und besonders freundlicher Rüde, der Stolz und Mittelpunkt seiner Familie.

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Während Mira im Auto wartete gab`s erst mal Kaffe und herrlichen Schmandkuchen, da wir die Rückkehr des Hausherrn abwarten wollten, der kurzfristig verhindert war. Aber Aldo war schon sehr ungeduldig, und schließlich konnten wir die Hunde doch nicht länger warten lassen, wir rechneten auch nicht damit, dass es sofort klappen könnte – tat es aber doch: Nach nicht einmal 5 Minuten kam es bereits beim 3. Versuch zum Hängen.

Die Beiden waren sich auf Anhieb sympathisch und ließen sich auch vom beginnenden leichten Regen nicht stören. Während des 15 minütigen Hängens wurde der Regen rasch stärker: es stürmte und schüttete in Strömen! Ich konnte gerade noch den Schirm aus dem Auto holen, so blieben wenigstens unsere Köpfe einigermaßen trocken. Da wir aber natürlich gebückt standen um die Hunde zu halten und zu beruhigen, wurden wir waschelnaß: der Regen lief uns am Rücken entlang, durch uns durch und unten bei den Schuhen wieder raus.
Als Hans Erbacher nach Hause kam war bereits alles wieder vorbei und es schien wieder die Sonne, Mira war zum Ausruhen ins Auto gesperrt worden, wir waren wieder trocken und Hans konnte gar nicht glauben wie problemlos und rasch alles abgelaufen war. Dann machten wir einen Ausflug an den nahen Rhein.

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Wir waren länger als geplant in dieser wunderschönen unberührten Aulandschaft gewandert und kamen so etwas verspätet zum köstlichen Abendessen. Es gab den letzten Spargel der Gegend mit Schinken und feiner Sauce und herrlichen Pellkartoffeln, dazu feine Weine von der Pfälzer Weinstraße.
Unter dem sehnsüchtigen Gejaule der Hunde, die natürlich getrennt waren, haben wir noch bis spät in die Nacht hinein in der Laube geplaudert, und so mussten unsere liebenswürdigen Gastgeber in der Früh lange auf uns mit dem Frühstück warten.
Dann ließen wir die Hunde wieder zusammen, und diesmal lief Mira nach hinten in den Garten, wo es nach kurzem Toben und Spielen wieder zu einem 15 minütigen Hängen kam.

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Später machten wir unter Heikes interessanter Führung einen Ausflug nach Speyer. Wir besichtigten den Dom, ein imposantes romanisches Bauwerk, und erfuhren, dass aus dem großen Brunnen davor zu besonderen Festtagen Wein ausgeschenkt wird.

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Nach einer Runde durch die Fußgängerzone der Altstadt mit ihren historischen Gebäuden fuhren wir durch die Weinstraße: Neustadt, Forst, Bad Türkheim… wunderschöne Gegend, gepflegte Weinberge.
Nachdem wir noch die Mündung des Neckar in den Rhein gesehen hatten wiederholten wir unseren gestrigen Spaziergang und waren pünktlich zum herrlichen Abendessen wieder zu Hause.
Am nächsten Vormittag ließen wir die Hunde noch einmal zusammen, was wieder ohne Probleme im Obstgarten klappte. Wir nahmen an, dass die Beiden nun so erschöpft wären, dass sie gemeinsam bei uns sein könnten und ruhen würden während wir uns unterhielten, aber obwohl Aldo ziemlich fertig wirkte, war Mira schon wieder bei Kräften und versuchte ihn zum Spielen und Aufreiten zu animieren. So mussten wir sie nach einiger Zeit doch wieder trennen, was ein zweistimmiges Geheul zur Folge hatte! Nach Kaffee und Zwetschkenkuchen machten wir uns, versehen mit einigen guten Tipps zur Stadtbesichtigung und einer Schüssel Nektarinen, auf den Weg ins nahe Heidelberg, wo wir abends mit einer lieben Freundin verabredet waren.

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Am nächsten Tag, dem 28. 7. verließen wir nach einem ausgedehnten Frühstück und herzlichem Abschied, reich beschenkt, unsere liebenswürdigen, großzügigen Gastgeber. Aldo hatte sich, in einem unbeobachteten Augenblick Miras Decke bemächtigt, sie irgendwo auf dem weitläufigen Gelände versteckt, und sich so ein kleines Andenken an Mira zurückbehalten. Später erfuhren wir, dass er sie im Rasenschnitt vergraben hat und sich ab und zu eine Nase voll holt. Mira hat sich revanchiert und ihm ein Wurfspielzeug geklaut.
Nach einem kleinen Abstecher nach Worms, der dritten mittelalterlichen Stadt der Region, machten wir uns auf die Heimreise.

Am 25. Juli bestätigt der Ultraschall was wir ohnehin schon wussten: unsere wunderschöne Reise in die Pfalz ist nicht ohne Folgen geblieben.

Die Wiederholung des Ultraschalls 7 Tage später zeigt uns nicht nur wie sehr die Föten in dieser Woche gewachsen sind, wir sehen auch, dass es offenbar ziemlich viele sind!
Wir sind nun schon in der 8. Woche und Mira ist sehr verschmust und zärtlichkeitsbedürftig, sie wird langsam breiter und ruht sehr viel was zum Teil auch an der Hitze liegen kann.
Der voraussichtliche Wurftermin ist der 27. oder 28. August. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir darüber berichten.

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